Roland Scheck

Aufwand und Personaleinsatz für den Betrieb des Vermittlungs- und Rückführungszentrums (VRZ)

Roland Scheck
Schriftliche Anfrage von Dr. Daniel Regli (SVP) und Roland Scheck (SVP) vom 14.03.2012
Das Vermittlungs- und Rückführungszentrum (VRZ) wurde mit dem Ja des Gemeinderats zur Weisung GR 2011/435 aufgehoben. Die Arbeit des VRZ wurde 1993 gestartet, zu einer Zeit als Zürich unter den Auswüchsen einer grossen offenen Drogenszene zu leiden hatte.
1995 verzeichnete das VRZ 6'552 Zuführungen. Als die Stadt Zürich im Jahre 1999 die alleinige Führung des VRZ übernahm, waren es nur noch 2'188. Seither reduzierten sich die Zahlen weiterhin markant. Im ersten Halbjahr 2011 waren es gerade noch 236 Zuführungen.
Trotz des massiven Rückgangs beliefen sich die Öffnungszeiten des Zentrums auf 128 Wochenstunden im Sommer und 112 Wochenstunden im Winter. Der Personalaufwand wurde mit 8 Stellen angegeben (1.1 GUD; 6.4 PD und 0.5 Stadtärztlicher Dienst).

In diesem Zusammenhang bitten wir den Stadtrat um die Beantwortung folgender Fragen:
  1. Wie hoch waren Personalaufwand und Sachaufwand des VRZ im Jahr 2011?
  2. Welche konkreten Aufgaben hatte das VRZ-Personal zur Betreuung der ca. 500 Personen, die im Jahr 2011 zugeführt wurden?
  3. Welche anderen Aufgaben haben VRZ-Angestellte allenfalls in ihren Departementen wahrgenommen, wenn zu wenig 'Klienten' im VRZ ihren Einsatz forderten?
  4. Wie viel Arbeitszeit des VRZ-Personals nahm die Behandlung einer zugeführten Person im Jahr 2011 in Anspruch (Durchschnittswert)?
  5. Wie viel Arbeitszeit des VRZ-Personals nahm die Behandlung einer zugeführten Person in den Jahren 1995 und 2000 in Anspruch (Durchschnittswerte)?

GR-Nr. 2012/109