Roland Scheck

Verlegung der städtischen Wirtschaftsförderung vom Präsidialdepartement ins Finanzdepartement

Roland Scheck
Postulat von Dr. Daniel Regli (SVP) und Roland Scheck (SVP) vom 31.10.2012
Der Stadtrat wird gebeten zu prüfen, wie das Team der städtischen Wirtschaftsförderung bei gleich bleibendem Stellenetatmöglichst bald vom Präsidialdepartement ins Finanzdepartement verlegt werden kann.

Begründung:
Wirtschaftsförderung hat in der Zürcher Stadtverwaltung offensichtlich keinen hohen Stellenwert. Die wichtige volkswirtschaftliche Aufgabe wird innerhalb der Dienstabteilung «Stadtentwicklung» lediglich von einem Fünfer-Team wahrgenommen. Andere Teams derselben DA verfügen über deutlich grössere Bestände (10 Personen im Team Stadt- und Quartierentwicklung; 12 Personen im Team Integrationsförderung).
Der Stadtrat stellt in seinen Strategien 2025 zwar die zentrale Frage: «Wovon leben wir heute und morgen?» Jedoch wird eine innovative, proaktive und hocheffiziente Wirtschaftsförderung im PRD durch strukturelle und personelle Faktoren behindert. Das betriebliche Umfeld der DA Stadtentwicklung wirkt sich wenig dynamisierend auf das Personal der Wirtschaftsförderung aus. Direktorin Anna Schindler ist Geografin. Ihre primäre berufliche Kompetenz sind Stadtentwicklung und Kulturvermittlung. Auch das Gros der Mitarbeiter/-innen der «Stadtentwicklung» befasst sich mit sozialpolitischen und städtebaulichen Fragestellungen. Der Schwerpunkt der DA liegt somit deutlich auf «Umverteilung» und nicht etwa auf «Produktion und Kapitalvermehrung».
Zwecks Verbesserung der Arbeitsleistung soll dem Team Wirtschaftsförderung deshalb im Finanzdepartement ein personell und strukturell optimiertes Umfeld geboten werden. Die Stadt Zürich braucht eine marktfreundliche Wirtschaftsförderung, welche fähig ist, auf unternehmerische und volkswirtschaftliche Fragestellungen substanzielle und aussergewöhnliche Antworten vorzulegen. Durch kompetente Information und Beratung zu Themen wie Lohnkosten, Arbeitsrecht, Gewinnmaximierung, Bankenwesen, Innovationskraft, Steueroptimierungen, nationale und internationale Standortvorteile soll die Wirtschaftsförderung zu einem attraktiven Partner für Unternehmen jeder Grösse werden und dadurch die Wirtschaftsleistung der Stadt Zürich erhöhen.

GR-Nr. 2012/393